Kirgisistan verbietet das Glücksspiel praktisch ohne Gegenstimme

Das kirgisische Parlament verbot kürzlich das gesamte Glücksspiel, mit Ausnahme einer kleinen Glücksspiel-Zone, die noch bekanntgegeben muss. Alle existierenden Casinos müssen schließen, tausende Menschen verlieren ihre Jobs. Ab 1.1.2012 ist das Glücksspiel illegal, falls Präsidentin Roza Otunbayeva den Gesetzesentwurf unterzeichnet. Sie sagt, dass Einschränkungen notwendig sind, dass aber ein Komplettverbot das illegale Glücksspiel florieren lässt. Eventuell überlässt sie die Entscheidung ihrem Nachfolger - bald finden Wahlen statt.

Kirgisistan, die kirgisische Republik, ist eines von sechs unabhängigen turksprachigen Ländern mit einer Bevölkerung von 5,5 Millionen.

Obwohl es praktisch keine Gegenstimmen gab, kommentierte Shirin Aitmatova: „Sie sollten den Menschen Arbeit geben, bevor Sie Casinos verbieten.“ Casinobesitzer demonstrierten in der Hauptstadt Bischkek.

Einige Protestierende hielten Transparente mit der Aufschrift: “Wenn ihr Casinos schließt verliert ihr Millionen an  Steuern”, “Abgeordnete, hört auf, die Wirtschaft zu zerstören“ und „Kämpft gegen die Glücksspiel-Barone, nicht das Casino-Personal“. Auch in anderen Städten wurde protestiert.

Wie in anderen Ländern mit Einschränkungen könnte der Großteil der Glücksspiel-Aktivität online in Internet-Cafés stattfinden, wodurch die Bevölkerung zwar spielt, doch Casino-Betreiber und Angestellte leer ausgehen.